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Rush hour

Oktober 30, 2012

– just a piece of art –

Mit viel Getöse fährt der Zug im Bahnhof ein. Lautes Quietschen und Knarren erschallt, als sich die Bremsen gewaltsam gegen die Räder stemmen. Ein letztes Rütteln und Zucken und der Zug steht still und sicher.
Türen werde aufgerissen, Menschen strömen auf den Steig. Der Arzt mit seiner großen Tasche hetzt neben einem Anwalt her. Ein Arbeiter hastet vorüber und ein Beamter eilt sich stramm. Die junge Mutter lässt ihr Kindlein fallen und rennt noch auf den Anschlusszug. Koffer, Kisten, Warenberge hin und her und auf den Stock gestützt schleppt sich der Alte. Im Weg dem Rest, während ganz ferne hinter allen her schleicht, der sein Ziel nicht kennt.
So gehen, hasten, eilen alle. Tausende an jedem Tag und Abends, wenn sie alle gegangen, kommt der Putzmann, zieht genüsslich an seiner Zigarette und wirft den dreckigen Haufen zertretenes Kind in den Sack zum restlichen Müll.

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From → Kurzgeschichten

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